Was sind Tsatsas

1. Was sind Tsatsas?

Die traditionellen Halbreliefs aus Gips stellen Buddha-Formen, Stupas und andere Glückssymbole dar. Diese repräsentieren die erleuchteten Qualitäten unseres Geistes und werden als Mittel auf dem Weg zur Erleuchtung verwendet. Durch das Herstellen und Betrachten der Buddhaaspekte in der Form von Tsatsas, entsteht eine positive Rückkopplung auf unseren Geist.

2. Herstellung

Die guten Eindrücke in unserem Geist, die durch das Gießen der Tsatsa Formen
entstehen, werden verstärkt durch die Mantras, die man bei der Herstellung sagt
oder denkt.

Die Reliefformen werden mit Ton, Gips oder Stewalin ausgegossen, danach getrocknet und dann weiter bearbeitet, sie können auch bemalt werden.

Gesegnete Reiskörner werden auf der Höhe des Herzens von hinten in das noch feuchte Material gedrückt. Zusammen mit auf die Rückseite geschriebenen oder gedruckten Silben repräsentieren sie Körper, Rede und Geist eines Buddha.

Wir können durch die Herstellung von Relief-Buddhas die Qualitäten entdecken, die in unserem Geist schon vorhanden sind. Es ist aber auch möglich, einfach nur die Freude zu empfinden, die von selbst dabei entsteht.

Nach den klassischen Texten könnte die Anfertigung von 100.000 Stück ein Teil der Meditationspraxis sein. Es sollten aber mindestens 5 Tsatsas hergestellt werden.


3. Verwendung

Tsatsas sind nicht nur Dekorationsobjekte, sondern stehen für den Körper eines Buddha, daher sollten sie achtsam behandelt werden.

Als Meditationsobjekte helfen sie uns genauso wie Statuen und Thangkas, uns die Buddhaaspekte leichter vorstellen zu können.

Tsatsas werden in großer Anzahl zur Füllung von Stupas verwendet. Man kann sie aber auch als besonderes Geschenk an Freunde und Verwandte weitergeben.


4. Quellen: 

Der  Nutzen der Herstellung von Tsatsas und Statuen wurde von Buddha Shakyamuni in einem Sutra an den König Sengyal gelehrt. Die Essenz davon ist, dass das Glück der Lebewesen davon abhängt, dass befreiende Lehren eine lange Zeit andauern und verbreitet werden. Dies geschieht auf der Grundlage von Repräsentationen von Körper, Rede und Geist der Buddhas, nämlich Statuen, Schriften und Stupas.

Der Text „Wie man die Tsatsa-Praxis auf dem Weg zur Erleuchtung verwendet“ wurde von dem Übersetzer Tropu aus dem Sanskrit ins Tibetische übersetzt.

 

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